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LESUNG AUS DER MCGOVERN-BIBLIOTHEK VON PROF. WALTER GRÜNZWEIG

Nachlese zum Leseabend mit Vorstellung der Einstein-Widmung

In der Emil-Figge-Bibliothek sitzen drei Personen an einem Tisch und lesen aus US-amerikanischen Klassikern aus der McGovern-Sammlung von Prof. Walter Grünzweig. © Sylvia Thiele​/​TU Dortmund
Ein geschenkter Bücherschatz für die Universitätsbibliothek: In der Emil-Figge-Bibliothek wurde bei einem gut besuchten und vergnüglichen Leseabend aus Prof. Walter Grünzweigs McGovern-Sammlung vorgelesen und zudem ein Buch aus der Sammlung präsentiert, das eine Originalwidmung von Albert Einstein enthält.

Im Rahmen einer Lesung stellte der Amerikanistik-Professor Walter Grünzweig am 18. Juni die McGovern-Sammlung vor, einen wahren Bücherschatz aus seinem Privatbesitz. Die ca. 4.000 Bücher, die er nun der Universitätsbibliothek Dortmund geschenkt hat, sind zurzeit in der Emil-Figge-Bibliothek untergebracht und werden im neuen Gebäude der Bibliothek einen besonderen Platz im geplanten Forschungslesesaal erhalten.

Andreas Gruhn (Leiter Kinder- und Jugendtheater Dortmund), Dr. Julia Sattler (Privatdozentin Amerikanistik) und Christian Kirsch (in der UB zuständig für die gedruckten Medien) lasen jeweils aus einem Band US-amerikanischer Klassiker vor. Die Titel der drei Werke wurden den fünfzig Zuhörer*innen vorher nicht verraten, die aber das Rätsel schnell auflösen konnten: Es handelte sich um „Huckleberry Finn“ von Mark Twain, „In Amerika“ von Susan Sonntag und „Das verräterische Herz“ von Edgar Allan Poe. Walter Grünzweig erzählte zu jedem der Bücher, wie es in seine Sammlung gelangt ist und welche Bedeutung es für ihn hat. Moderiert wurde der gelungene Leseabend von Dr. Joachim Kreische, Leiter der Universitätsbibliothek.

In der McGovern-Sammlung befinden sich auch mehrere Widmungsexemplare. Einige davon sind in einer Ausstellungsvitrine in der Emil-Figge-Bibliothek noch bis zum 3. Juli 2026 zu bewundern. Ein ganz besonderes Stück ist dabei ein Widmungsexemplar von Albert Einstein, das dieser seinem späteren Nachlassverwalter Otto Nathan zugeeignet hat. Die Widmung lautet: „Dem lieben Otto Nathan, dem Freund und Heiligen, dies Buch über die Irrfahrten seiner Kollegen. A. Einstein 1952“ Diese Worte lassen verschiedene Interpretationen zu, über die heute nur noch spekuliert werden kann. Prof. Grünzweig deutete an, dass durchaus auch eine gewisse Ironie mitgespielt haben könnte. Genauer vorgestellt wurde die spannende Geschichte der bei einem Zufallsfund einer UB-Mitarbeiterin entdeckten Widmung von Dr. Stephanie Marra, Leiterin des Dortmunder Universitätsarchivs und auch für Sammlungen zuständig. 

Der Abend fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe USA@250 statt, mit der die Stadt Dortmund und die TU Dortmund gemeinsam mit einem Partnernetzwerk auch eine Zeit über den 4. Juli hinaus ein Zeichen für die transatlantische Freundschaft setzen.

 

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