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Universitätsbibliothek

Geglücktes Experiment: Ab sofort keine Mahngebühren mehr!

Euromünzen gestapelt © Jürgen Huhn​/​TU Dortmund
Seit Januar 2026 wurden die Gebühren für Überschreitungen der Leihfrist testhalber ausgesetzt. Da diese Probephase gut verlaufen ist, gilt die Regelung ab sofort dauerhaft. Bei Leihfristüberschreitungen verschickt die UB wie bisher Erinnerungsmails.

Erfolgreiches Probejahr

Im Dezember 2025 hatte die Universitätsbibliothek (UB) angekündigt, im Jahr 2026 mit Zustimmung des Senats der TU Dortmund probeweise auf die Erhebung von Gebühren für Leihfristüberschreitungen zu verzichten. Erfreulicherweise hat die Aussetzung der Gebührenerhebung das Rückgabeverhalten zwar beeinflusst, die Bücher wurden aber nicht deutlich später als vor 2026 zurückgegeben. 

Daher hat die UB dem Senat der TU Dortmund vorgeschlagen, ihre Gebührenordnung dauerhaft zu ändern und die Überschreitungsgebühren ganz abzuschaffen. Der Senat hat dem Vorschlag am 8.10.2026 zugestimmt. Seit Veröffentlichung der neuen Gebührenordnung in den Amtlichen Mitteilungen der TU Dortmund am 22.10.2026 gibt es keine Säumnisgebühren mehr.

Auch wenn das Rückgabeverhalten sich im Vergleich zu den Vorjahren nur minimal geändert hat, führte die Aussetzung der Säumnisgebühren vor allem bei vorgemerkten Büchern zu mehr verspäteten Rückgaben. Sollte sich zu einem späteren Zeitpunkt das Rückgabeverhalten weiter verschlechtern, wird die UB nicht zögern, die Überschreitungsgebühren per Senatsbeschluss wieder einzuführen. 

Was bedeutet das in der Praxis für Sie?

Gehen Sie bitte verantwortlich mit den weggefallenen Gebühren um, bleiben Sie weiter fair und geben Sie Ihre entliehenen Bücher pünktlich zurück!  Die UB sendet Ihnen weiterhin Erinnerungsmails, falls Sie gedruckte Bücher nicht rechtzeitig zurückgeben. Wenn ein Buch 40 Tage überfällig ist, fällt eine Verwaltungsgebühr von 25 Euro an und es muss in der Regel ein Ersatz für das Buch gezahlt werden. Die bisherigen Mahnstufen entfallen jedoch. 

Gründe für die Abschaffung

Seit vielen Jahren steigt die Nutzung elektronischer Medien, die Ausleihe gedruckter Medien dagegen sinkt kontinuierlich. 2025 hat nur noch 1/6 aller Studierenden überhaupt gedruckte Bücher entliehen. Der hohe Aufwand für die Gebührenerhebung wäre ab 2026 aus verwaltungstechnischen Gründen noch weiter angestiegen. Deshalb hatte die Bibliothek in diesem Jahr experimentell die Mahngebühren ausgesetzt.